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Recht & Gesetz

Was geht und was geht nicht, sowie weitere interessante Berichte und Infos.
(Leider ohne Gewähr)

Bericht aus ACS Clubmagazin Jan/Feb 2017


http://www.srf.ch/konsum/themen/umwelt-und-verkehr/reifendruck-ein-nutzloses-obligatorium

Aktualisiert am Freitag, 31. Oktober 2014, 8:26 Uhr
Matthias Schmid

Ab 1. November müssen alle Neuwagen ein Reifendruck-Kontrollsystem haben. Dies schreibt eine neue Verordnung vor. Alle Fahrzeuge, die in den letzten Monaten auf den Markt gekommen sind, erfüllen die Verordnung. Der Nutzen ist jedoch umstritten.

Ein neues Auto muss ab 1. November elektronisch anzeigen, ob der Reifendruck in Ordnung ist oder nicht. Dabei gibt es zwei Systeme: Ein direktes, bei dem der Luftdruck direkt am Reifen gemessen und per Funk ans Armaturenbrett übermittelt wird, und ein indirektes, bei dem die Raddrehzahl gemessen und Abweichungen gemeldet werden.
Indirektes System deutlich schlechter

In 9 von 10 Neuwagen auf dem Schweizer Markt ist das indirekte System eingebaut. Laut dem TCS hat das den einfachen Grund, dass das indirekte System deutlich kostengünstiger ist als das direkte. Der TCS vertritt jedoch die Meinung, dass das indirekte System deutlich schlechter abschneidet als das teurere direkte System. Wenn nämlich alle Reifen gleichzeitig Luft verlieren, merkt dies das indirekte System nicht. Zudem werde Druckverlust auch bei einem einzelnen Rad erst relativ spät angezeigt.

Der TCS empfiehlt darum: Wer ein indirektes System im Auto hat, sollte weiterhin regelmässig an der Tankstelle den Luftdruck messen, um Unfälle zu vermeiden. Das spart auch Kosten: So verursacht ein ungenügender Reifendruck auch übermässigen Materialverschleiss und höheren Benzinverbrauch. Der TCS rechnet mit einem zusätzlichen Verbrauch von bis 0,3 Liter auf 100 Kilometer.
Keine Pflicht auf Nachrüsten des alten Autos

Es besteht keine Pflicht, sein älteres Auto nachzurüsten. Wer dies wünscht, muss tief in die Taschen greifen. Zum Nachrüsten geeignet ist nur das direkte, teurere System. Dieses ist mit etwa 300 Franken zwar noch erschwinglich, die Reifen (Pneu und Felgen) müssen jedoch auch mit Sensoren und Sendern ausgerüstet sein. Der TCS geht bei einem Winterradsatz von Mehrkosten von rund 600 Franken aus.
Drohende Verzeigung bei Fehlverhalten

Rechtlich ändert sich mit dem Obligatorium im Verkehrsalltag nichts. Ein ungenügender Reifendruck kann andere Verkehrsteilnehmer gefährden, das Strassenverkehrsgesetz sieht deshalb im Extremfall schon heute vor, dass eine Weiterfahrt verhindert und eine Verzeigung ausgesprochen werden kann. Laut Kantonspolizei Zürich ist dies unabhängig davon, ob der mangelhafte Reifendruck lediglich gemessen werden kann oder durch ein Blinklicht im Armaturenbrett angezeigt wird. Die Kontrollanzeige könne jedoch dem kontrollierenden Polizisten früher den Hinweis auf einen Mangel geben.

Wichtig ist zu wissen: Ein Fahrzeug, welches über ein direktes Reifendruckkontrollsystem verfügt, und z.B. im Winter mit Rädern ohne Sensoren betrieben wird, nicht den Vorschriften entspricht. Der Lenker muss in diesem Fall mit einer Verzeigung «wegen Inverkehrbringen eines nicht-vorschriftgemässen Fahrzeuges» rechnen.


07.12.2013
Neue Änderungen per 01.01.2014 (Via sicura) im CH- Strassenverkehr

Motorwagen, zB. Personen-, Liefer- und Lastwagen müssen auch tagsüber mit Licht fahren.

Das Fahren unter Alkoholeinfluss (≥ 0,1 Promille) ist für folgende Personengruppen "gänzlich" verboten :
- Neulenker (Inhaber von Führerausweisen auf Probe)
- Fahrschüler und Begleitpersonen von Lernfahrten
- Fahrlehrer
- Berufschauffeure

Bei Unfällen, die in angetrunkenem oder fahruntauglichem Zustand oder durch ein Raserdelikt, also grobfahrlässig, verursacht werden, sind die Haftpflichtversicherer gesetzlich verpflichtet, Rückgriff (Regress) auf die fehlbare Person zu nehmen.


Ende des Alkoholtester-Obligatoriums (tcs.ch)

Das Obligatorium für das Mitführen von Einweg-Alkoholtestgeräten in Fahrzeugen ist von Frankreich auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben worden.

Das am 1. Juli 2012 in Kraft getretene Obligatorium hatte Millionen von Automobilisten dazu bewogen, sich mit Alkoholtestgeräten einzudecken.

Nach einer Anfangsschonfrist sollten Automobilisten ohne dieses Zubehör ursprünglich ab dem 1. November 2012 gebüsst werden. Aufgrund von Lieferengpässen musste diese Frist bereits ein erstes Mal verschoben werden. Ob das Obligatorium jetzt überhaupt noch kommen wird, ist nun mehr als fraglich.

Im Januar 2013 hat der französische Innenminister Manuel Valls das Obligatorium für das Mitführen von Alkoholtestgeräten in Frankreich auf unbestimmte Zeit verschoben, weil es für den Kampf gegen den Alkoholismus als zu wenig effizient befunden wurde.

Eine Arbeitsgruppe ist nun vom Nationalen Verkehrssicherheitsrat (CNSR) damit beauftragt worden, den Nutzen einer solchen Verkehrssicherheitsmassnahme nochmal genau zu untersuchen. Bis die Untersuchungsresultate vorliegen, bleibt die Einführung des Obligatoriums in der Schwebe.
«Wer fährt, trinkt nicht»


Ältere und/oder Interessante Artikel

Helmtragepflicht im Seitenwagen (CH : VRV 741.11 / S 4)

Art. 3b1 - Tragen von Schutzhelmen

(Art. 57 Abs. 5 SVG)

1 Die Führer und Mitfahrer von Motorrädern mit oder ohne Seitenwagen, von Leicht-, Klein- und dreirädrigen Motorfahrzeugen müssen während der Fahrt nach den Bestimmungen des ECE-Reglements Nr. 222 geprüfte Schutzhelme tragen. Die Fahrzeugführer haben sicherzustellen, dass mitfahrende Kinder unter zwölf Jahren einen solchen Schutzhelm tragen.3

2 Von der Helmtragpflicht in Absatz 1 sind ausgenommen:

a. Von-Haus-zu-Haus-Lieferanten im Auslieferungsquartier, wenn nicht schneller als 25 km/h gefahren wird;

b. Führer und Mitfahrer bei Fahrten im Werkareal, wenn nicht schneller als 25 km/h gefahren wird;

c. Führer und Mitfahrer in geschlossenen Kabinen;

d. Führer und Mitfahrer auf Sitzen, die mit Sicherheitsgurten versehen sind;

e.4 Führer und Mitfahrer von Motorrädern mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis 20 km/h und einer allfälligen Tretunterstützung, die bis maximal 25 km/h wirkt;

ebis.5 Führer und Mitfahrer von Motorrädern mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis 20 km/h und einer Tretunterstützung, die auch über 25 km/h bis maximal 45 km/h wirkt; sie müssen einen nach der Norm EN 10786 geprüften Fahrradhelm tragen;

f.7 Führer und Mitfahrer von Motorschlitten, die einen nach der Norm EN 10778 oder EN 1078 geprüften Schneesporthelm tragen.